Meldung

Kinotalk im CineMotion

Ganz wesent­lich wur­de die Ver­an­stal­tung durch die Stif­tung MINT Enter­tain­ment-Edu­ca­ti­on-Excel­lence mit­or­ga­ni­siert. Ein beson­de­rer Dank gilt den Spon­so­ren, so konn­ten die Ber­li­ner Spar­kas­se und das Kino Cine­Mo­ti­on gewon­nen wer­den, den Kino­talk über­haupt zu ermög­li­chen.

Kurz zum Inhalt des Films: Die ZDF-Pro­duk­ti­on han­delt von einer Frau, die gemein­sam mit ihrem Lebens­ge­fähr­ten an einem Pilot­pro­jekt des Fraun­ho­fer Insti­tu­tes, der soge­nann­ten »Schnip­sel-Maschi­ne« arbei­tet. Die­se Erfin­dung auto­ma­ti­siert die manu­el­le (hän­di­sche) Zusam­men­set­zung von 16.000 mit Papier­schnip­seln gefüll­ten Säcken aus der DDR. Ent­stan­den sind die Akten­ber­ge zwi­schen den Jah­ren 1949 und 1989. Damals wur­den durch das Minis­te­ri­um für Staats­si­cher­heit (Sta­si) die Men­schen sys­te­ma­tisch über­wacht und bespit­zelt. Eines Tages ent­deckt die Haupt­fi­gur des Films zer­ris­se­ne Obser­va­ti­ons­fo­tos ihres dama­li­gen Lieb­ha­bers, kurz dar­auf sei­ne IM-Akte mit hand­schrift­li­cher Ver­pflich­tungs­er­klä­rung. Sie gibt sich eine Mit­schuld an sei­ner spä­te­ren Sta­si-Kar­rie­re, sucht die Aus­spra­che mit ihm und ver­liebt sich erneut in ihn. Doch damit begin­nen die Pro­ble­me. Eine Doku­men­ta­ti­on zum Film ist in der ZDF-Media­thek ver­füg­bar: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/2259338/Zwischen-den-Zeiten—die-Dokumentation

Nach dem zwei­stün­di­gem Film und einer klei­nen Snack­pau­se ging es schließ­lich in die Dis­kus­si­on. Mit dabei waren die Schul­lei­ter Herr Schmidt-Ihnen und Herr Gess­ler, der Pro­du­zent des Films Ivo Beck, Dag­mar Hove­städt Pres­se­spre­che­rin von der Behör­de des Bun­des­be­auf­trag­ten (BStU), die Vor­stands­vor­sit­zen­de der Stif­tung für MINT-Enter­tain­ment-Edu­ca­ti­on-Excel­lence, Frau Dr. Mari­on Esch sowie Dr. Bertram Nicko­lay vom Fraun­ho­fer Insti­tut. Dan­ny Frey­mark mode­rier­te die Dis­kus­si­ons­run­de.

Die Schü­ler waren neu­gie­rig und stell­ten sowohl Fra­gen kon­kret zur Absicht des Films als auch all­ge­mei­ne Fra­gen zu den Metho­den der Staats­si­cher­heit und ob denn bereits alle 16.000 Säcke mit Hil­fe der Maschi­ne rekon­stru­iert wer­den konn­ten. Lei­der sind es im Übri­gen bis­her erst 20 Säcke, die auto­ma­tisch rekon­stru­iert wer­den konn­ten.

Ins­ge­samt kam es durch die all­ge­mei­ne Anteil­nah­me für die Geschich­te der Haupt­fi­gu­ren des Films zu einer inter­es­san­ten Dis­kus­si­on und es wur­de klar, dass Men­schen, die in der Ver­gan­gen­heit fol­gen­schwe­re Ent­schei­dun­gen getrof­fen haben, davon frü­her oder spä­ter ein­ge­holt wer­den kön­nen. Die Fra­ge, »wie viel Ver­gan­gen­heit ver­trägt die Zukunft?« und die Erkennt­nis, dass man nicht zwi­schen den Zei­ten leben kann, soll­ten bei den Schü­lern zum Nach­den­ken anre­gen. So gaben die Podi­ums­teil­neh­mer den Schü­lern abschlie­ßend den Rat mit auf den Weg, immer mit offe­nen Augen und Ohren durch ihr wei­te­res Leben zu gehen, damit sich die Geschich­te aus Unter­drü­ckung und Bespit­ze­lung nicht wie­der­holt.

Herausgeber: CDU Hohenschönhausen | 26.02.2015

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